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Über Grenzen Brücken bauen

 

Unter diesem Motto hatte die Partnerschaftsgesellschaft Weilerswist e.V. am Freitagabend den 25.11.2016 zu einem Chansonabend mit dem Eifeltroubadour Günter Hochgürtel in die Remise der Burg Kühlseggen eingeladen. Das Brückenbauen erübrigte sich, weil der Funke zwischen Sänger und Publikum in dem stimmungsvoll dekorierten Saal sofort übersprang.

Günter Hochgürtel nahm die Anwesenden mit auf eine „grenzenlose“ musikalische Reise, die ihren Ausgangspunkt in der Eifel hatte, wo der Künstler sich geerdet fühlt, und bis nach Belgien, Frankreich, Italien und in den mittleren Westen der USA führte. Dabei überzeugte er als genialer Musiker mit Akustikgitarre und Mundharmonika, der auch zahlreiche Anekdötchen und Histörchen in selbst komponierten Liedern und Texten verarbeitet hat.

So erfuhren die Zuschauer in dem Song „Dat rüde Ribbelche“, dass man auf einem roten Mofa durch die Eifelfelder fahrend Stress abbauen kann, nachdem man einen 15-Stunden-Arbeitstag als verspätungsgeplagter bahnfahrender Pendler auf der Strecke Jünkerath-Köln bewältigt hat. Mit der Hymne „Himbeermarmelad“ setzte er den Kochkünsten der Eifeler Hausfrauen ein kleines musikalisches Denkmal, um danach mit Wat wär ich ohne dich“ allen Frauen eine Liebeserklärung zu machen. Ende der 1980er Jahre komponierte er für die Bläck Fööss das Lied „Nemmt mich met“, das von einem Jungen erzählt, der statt in die Schule lieber zum Zirkus gehen will und sich mit seinen Fähigkeiten Seilspringen, Gummi-twist und Spagat dazu durchaus berufen fühlt. Hochgürtels Lieder über seine Zeitgenossen und auch seine Familie sind witzig, nachdenklich und immer sehr persönlich.

Mit sonorer Bassstimme interpretierte er die französischen Chansonniers Julien Clerc (Ce n’est rien), Gilbert Becaud (L’important c’est la rose), Georges Moustaki (Le Meteque) und den italienischen Cantante Adriano Celentano (Azzurro) und animierte dabei sein Publikum zum begeisterten Mitsingen der Refrains.

Gegen Ende des 2 ½ stündigen Konzerts griff Hochgürtel zum Banjo und präsentierte die von Kurt Weil komponierte Brecht-Moritat „Mackie Messer“ sowie eine rockige Version des von Brahms vertonten poetischen Gedichts „Guten Abend gut‘ Nacht“.

Zum Ausklang war zu erfahren, dass Bob Dylan das erste musikalische Vorbild des jungen Günter Hochgürtel war – und so verabschiedete er sich mit „Blowin‘ in the wind“ und lies sich mit Jacques Brel im „Port d’Amsterdam“ treiben. Die Zuschauer dankten es ihm mit Standing Ovations.

 

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