Weilerswist


Weilerswist 2019: Was bisher geschah

Europa: Persönliche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen

Anregende Podiumsdiskussion über Städtepartnerschaften und Europa

Welche Rolle spielen Städtepartnerschaften für die europäische Verständigung? – Unter dem Motto „Europa näher bringen durch Städtepartnerschaften“ veranstaltete die Partnerschaftsgesellschaft Weilerswist zusammen mit der Gesamtschule einen vielseitigen Gedankenaustausch mit einem hochkarätig besetzten Podium. Unter der Gesprächsleitung durch den Journalisten Günter Hochgürtel trafen sich in der gut besuchten Aula der Gesamtschule die Europaabgeordneten Sabine Verheyen (CDU) und Arndt Kohn (SPD) sowie der Europa-Betriebsratsvorsitzende Thomas Rösner von der Firma Hanon Systems, der Referent Killian Lynch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und die Vorsitzende der Partnerschaftsgesellschaft Christa Kayser.

 

Vierzig Jahre Partnerschaft mit Carqueiranne

 

Letztere verwies in ihrer Einleitung auf die langjährigen Partnerschaften mit Whitnash in England und dem französische Carqueiranne, mit dem in diesem Sommer sogar vierzigjähriges Jubiläum gefeiert wird.

 

 

Sabine Verheyen stellte zu Beginn fest, dass die Städtepartnerschaften mit ihren persönlichen Begegnungen vor allem die emotionale Ebene ansprechen, die in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Europa viel zu kurz kommt. Arndt Kohn ergänzte, dass der jüngeren Bevölkerung heute kaum bewusst sei, wie steinig der jahrzehntelange Weg zu einem Europa gewesen ist – ohne Grenzkontrollen, freier Arbeitsplatz- und Wohnsitzwahl und Reisen ohne Geldumtausch. Ein Anlass für ihn, auch dieses Jahr mit Familie und Wohnwagen in Frankreich Urlaub zu machen.

 

Zehn verschiedene Sprachen in einer Firma

 

Thomas Rösner vom Autozulieferer Hanon verwies auf die große Bedeutung des Fremdsprachentrainings beim gegenseitigen Besuch in partnerschaftlichen Gastfamilien. In seiner Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender in einem international tätigen Unternehmen mit zehn verschiedenen Sprachen werde jede zusätzliche Sprachkenntnis die Kommunikation enorm erleichtern. Ein Schüler berichtete dazu, dass es bei seinem Schüleraustausch in Polen kaum Sprachprobleme gab, weil beide Seiten sich auf Englisch verständigen konnten.

 

Insgesamt wurde von allen Podiumsgästen die Bedeutung der Städtepartnerschaften für das Kennenlernen und Vertiefen der Partnersprache hervorgehoben. Es sei kaum zu überschätzen, wie wichtig das Beherrschen einer weiteren Sprache für die persönliche Entwicklung ist – auf Reisen oder im Beruf.

 

Über die Sprache hinaus fördere aber der Aufenthalt in Partnerfamilien auch insgesamt die Entwicklung interkultureller Kompetenzen, erklärte Killian Lynch. Christa Kayser ergänzte an Beispielen erläuternd, wie es den heimatlichen Horizont erweitere, wenn der Deutsche sich mit der englischen Art zu frühstücken auseinandersetzen müsse, oder der Franzose mit der deutschen Gewohnheit, schon um 18 Uhr zu Abend zu essen.

 

 

EU tut sich schwer mit der Förderung von Städtepartnerschaften

 

Bei aller Übereinstimmung in der Bedeutung von Städtepartnerschaften verstehe er nicht, fragte ein Zuhörer, warum es so schwierig sei, von der EU Fördergelder dafür zu erhalten. Damit hatte er offensichtlich einen wunden Punkt getroffen, denn sowohl Arndt Kohn als auch Sabine Verheyen bestätigten, dass Vereinfachungen dringend erforderlich seien, sich aber trotz der Bemühungen der EU-Abgeordneten daran noch nicht viel geändert habe. Killian Lynch wies darauf hin, dass es auch Fördermöglichkeiten durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gebe, die im Vergleich wesentlich einfacher zu beantragen seien.

 

Leider reichte die Zeit nicht für eine weitere Beteiligung von Zuschauern an der Diskussion. Am Ende war es vor allem der Betriebsratsvorsitzende Thomas Rösner, der in einem flammenden Appell die Bedeutung der bevorstehenden Europawahlen hervorhob und unter kräftigem Beifall mit den Worten „Ich fühle mich als Europäer!“ alle Anwesenden aufforderte, für eine hohe Wahlbeteiligung zu sorgen.

 

Die Partnerschaftsgesellschaft bedankt sich sehr für Bereitstellung der Aula durch die Gemeinde und die technische und organisatorische Unterstützung durch das Schulpersonal, ohne das eine Durchführung der Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank gilt auch dem Blumengeschäft Osman für die kostenlose Bühnendekoration.

Aktive der PG trafen sich zum gemütlichen Fischessen

 

Wie jedes Jahr gab es zum Karnevalsausklang auch wieder ein gemütliches Miteinander im "El Rancho".

 

 

Bei angeregten Gesprächen und leckeren Speisen und Getränken verging der Abend wie im Flug.

Große Freude bei der Zirkus-AG der Gesamtschule

Partnerschaftsgesellschaft ergänzt die Ausrüstung der AG

 

Schon mehrere Jahre ist der Auftritt der Zirkus-AG bei den Sommerfesten der Partnerschaftsgesellschaft und des Freundeskreises Weilerswist-Süd einer der Höhepunkte: Mit ihren Clowns und akrobatischen Darbietungen verzaubern die Schülerinnen und Schüler immer wieder Groß und Klein.

Zum Dank dafür spendete jetzt die PG der Zirkusgruppe ein langersehntes Hocheinrad und einen Zirkusuniform für die "Zirkusdirektorin".

Die gesamte AG, die von der Sozialpädagogin Frau Scholtysik und der Lehrerin Frau Fock betreut wird, war bei der Übergabe der Geschenke anwesend. Sie bedankte sich mit einer kleinen Einlage der beiden Clowns und einer Kostprobe des Könnens der Einradfahrerinnen, von denen eine sich sogar sofort auf das neue Einrad schwang und einige elgeante Runden drehte.

Auch wenn Petrus dieses Mal nicht richtig mitspielte ...

Neujahrswanderung 2019 am Sonntag, dem 13. Januar

 

Eigentliche sollte die traditionelle Neujahrswanderung dieses Mal eine richtig große Sache werden, weil wir mit den Swister-Turm-Verein zusammen losziehen wollten. Der Verein hatte als Treffpunkt seine komfortable Hütte auf dem Platz vor dem Swister Turm zur Verfügung gestellt.

 

Angesichts des regnerischen Wetters versammelte sich dann am Sonntagvormittag aber doch nur eine kleine, aber dennoch unternehmungslustige Schar zu dem rund 8 km langen Spaziergang durch den Villewald.

Glücklicherweise verschonte uns der Regen weitgehend, so dass die anschließende Stärkung mit Suppe und Glühwein doch noch gemütlich wurde ...

 

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